Designbelag / Vinylboden: Der vielseitige Trend-Boden

Er ist der neuste Schrei unter den Bodenbelägen - Vinylboden, auch bekannt als Designbelag, Designboden, Designvinyl oder PVC-(Polyvinylchlorid) Bodenbelag.

Wie auch immer man Ihn nennen mag, der "In-Boden" hat so einiges drauf. Sie haben sicher schon von ihm gehört, und selbst wenn nicht, dann stellen wir Ihnen diesen vielfältigen Bodenbelag hier vor.
Zu Beginn einige Infos zur Herstellung und dem Aufbau eines Vinylbodens:

Der Bodenbelag besteht am Ende aus folgenden 7 Schichten, die für seine Robustheit sorgen:

  1. Polyestervlies (unterste Schicht)
  2. Trittschallschutz
  3. Glasfaservlies
  4. PVC
  5. Dekor
  6. Deckschicht
  7. Lack (oberste Schicht)

Die Basis aller Vinylböden ist eine Matte aus Glasfaservlies die mit einer PCV-Schicht überzogen wird. Aus PVC (Kunststoff in Pulverform), Weichmacher (macht aus Pulver formbare Masse) und einem Stabilisator (sorgt dafür, dass Masse in Form bleibt) wird der Deckstrich, die tragende Schicht des Designbodens, hergestellt.
Jahrelang hatte Weichmacher einen schlechten Ruf, da früher gesundheitsschädliche Weichmacher bei der Herstellung verwendet wurden. Heutzutage ist das nicht mehr so, also kein Grund zur Sorge. Mittlerweile werden in der EU nur noch Weichmacher aus rein biologischer Herstellung verwendet, die auch für etliche andere Kunststoffarten verwendet werden, wie beispielsweise zur Produktion von Babyspielzeugen.

Der Designboden ist in allen Räumen einsetzbar, sogar in Feuchträumen wie im Badezimmer, wobei man hier drauf achten muss, dass ein wasserfester Kleber verwendet und die Abschlüsse mit Silikon versiegelt werden.

Dank seiner glatten Oberfläche ist er einfach zu reinigen, das heißt durch absaugen und feuchtes wischen ist Vinylboden leicht sauber zu halten.

Vinyl kann jeden Bodenbelag imitieren oder neu erfinden. Ob Holz- und Steinnachbildungen, oder komplette Neuerfindungen von Mustern und Farbkombinationen, der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Sie haben also die Möglichkeit Ihren Wohnraum frei nach Ihren Wünschen zu gestalten und zu personalisieren.

Der Designbelag sieht dem Original am Ende nicht nur zum verwechseln ähnlich, sondern fühlt sich auch so an. Er imitiert die Musterung und Oberfläche, beispielsweise von Holz, perfekt, sodass man kaum einen Unterschied erkennt und den idealen Ersatz für Parkett hat. Hinzu kommt, dass er dank seiner robusten Oberfläche widerstandsfähiger als reine Naturböden, flexibel und beweglich ist. Durch seine geringe Höhe ist Vinylboden ideal für Renovierungen oder Sanierungen geeignet.

Vinyl ist ein Kunststoff der recycelt, aber zur endgültigen Entsorgung, nur in Verbrennungsanlagen entsorgt werden muss.

Die Verlegung von Vinyl ist einfach und vergleichbar mit der Verlegung von Laminat.

Der Designboden sollte vor dem Verlegen mindestens 24 Stunden im Raum liegen, in den er später eingebaut werden soll, damit sich das Material akklimatisieren kann und somit im Nachhinein keine Falten wirft. Besonders wichtig bevor es los geht, ist der perfekte Untergrund. Dieser muss glatt, eben und staubfrei sein. Wenn dieser vorbereitet ist wird ein spezieller Kleber aufgetragen, außer Sie haben selbstklebende Klickplatten. Wenn es um die genaue Anpassung auf den Raum ankommt, zeigt sich nun einer der Vorteile des flexiblen Vinyls, denn dieses lässt sich einfach mit einem Cutter schneiden. Streifen für Streifen wird der Bodenbelag im Raum Ihrer Wahl auf den Kleber gelegt, gegebenenfalls hier und da etwas angepasst und schon haben Sie einen neuen Boden.

Die Kosten für den Designboden betragen rund 40€ pro Quadratmeter. Allerdings gibt es eine preiswertere Alternative - den Klick-Vinylboden.
Der Einbau dieser Variante ist genau so unkompliziert und kostet etwa die Hälfte. Hier kann man den Bodenbelag entweder fest verkleben oder schwimmend verlegen, allerdings wird bei Klick-Vinylboden zusätzlicher Trittschallschutz empfohlen da hier die Oberfläche fester ist und Schritte ohne zusätzlichen Trittschallschutz zu hören wären. Die Platten werden wie Laminat oder Parkett verlegt und sind einfach wieder zu entfernen. Jedoch wird die Klick-Variante nicht für Verwendung in Fruchträumen empfohlen, da Feuchtigkeit zu leicht eindringen kann.

Im nächsten Beitrag vergleichen wir Laminat- und Vinylboden.

Hier sehen sie ein Einbaubeispiel eines Designbodens.

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